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Aktuelles

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© Armin Ribis
20.05.2026

Innsbruck dreht am Rad

Tritt für Tritt zur Mobilitätswende in Tirol

Energie sparen ist ein zentraler Bestandteil von TIROL 2050 energieautonom. Damit Tirol bis 2050 bilanziell energieautonom werden kann, braucht es zwei Entwicklungen gleichzeitig: Die benötigte Energie muss vollständig aus erneuerbaren, heimischen Quellen stammen – dafür ist ein Ausbau erneuerbarer Energieträger um rund 81 Prozent notwendig. Gleichzeitig muss der landesweite Endenergiebedarf um etwa 30 Prozent sinken. Gerade im Verkehrsbereich liegt hier ein großer Hebel:

„Wie wir uns im Alltag fortbewegen, hat direkten Einfluss auf den Energiebedarf. Die Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs ist ein wichtiger Schritt in Richtung Energieautonomie. Mindestens ebenso wichtig ist es, Autofahrten zu vermeiden oder auf öffentliche, energieeffiziente Verkehrsmittel zu verlagern“, betont Rupert Ebenbichler, Geschäftsführer der Energieagentur Tirol.

Die Mobilitätswende ist daher ein wichtiger Teil von der Energiewende rund um TIROL 2050 energieautonom.

Vom Zielbild in den Alltag: das Stadtrad Innsbruck

Wie Energie sparen im Mobilitätsbereich konkret gelingen kann, zeigt das Stadtrad Innsbruck. Das öffentliche Fahrradverleihsystem macht es einfach, Wege in der Stadt aktiv zurückzulegen – spontan, alltagstauglich und für viele Menschen zugänglich. Was 2014 mit 150 Rädern an 14 Stationen begann, ist heute eines der erfolgreichsten Fahrradverleihsysteme Europas. Rund 610 Fahrräder stehen aktuell im Stadtgebiet bereit, ergänzt durch Cargo- und E‑Cargobikes.

„Jedes Fahrrad wird über das Jahr gerechnet im Schnitt 5,5‑mal am Tag ausgeliehen. Das ergibt 2025 insgesamt rund 1,1 Millionen Ausleihen pro Jahr“, sagt Michael Polzinger, Projektleiter für das Stadtrad Innsbruck bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB).

Damit misst sich Innsbruck mit europäischen Vorreiterstädten wie Paris oder Antwerpen in Sachen aktiver Mobilität.

Ein System, das funktioniert

Damit das Innsbrucker Stadtrad-System reibungslos funktioniert, braucht es verlässliche Partner*innen. Stadt und Land, Politik, der Verein WAMS mit der Radwerkstatt Conrad, das Bikesharing-Unternehmen Nextbike – und nicht zuletzt die Nutzer*innen selbst. Sie alle tragen dazu bei, dass das Stadtrad im Alltag zuverlässig funktioniert und an allen Stationen verkehrstüchtige Fahrräder bereitstehen. Entsprechend ist das Angebot auch fest in den Mobilitätsstrategien von Stadt, Land und Bund verankert.

Auch im Rahmen des e5‑Programms, an dem Innsbruck als e5‑Landeshauptstadt teilnimmt, spielt das Stadtrad eine wichtige Rolle. Gerade im Bereich der Mobilität sticht die Landeshauptstadt besonders positiv hervor:

„Für uns sind Angebote rund um aktive Mobilität ein zentraler Hebel, um Verkehr zu reduzieren und den öffentlichen Raum lebenswerter zu gestalten. Das Stadtrad entfaltet besonders in Kombination mit Bus und Bahn seine Wirkung: als Lösung für die „letzte Meile“ und als echte Alternative zum eigenen Auto“, so e5-Teamleiter Michael Deflorian.

Das Stadtrad leiste damit einen konkreten Beitrag zur Verkehrsberuhigung und zur Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele der Stadt.

Energie sparen, ohne auf Mobilität zu verzichten

So zeigt das Stadtrad Innsbruck, wie Energieeinsparung und aktive Mobilität im Sinne von TIROL 2050 energieautonom praktisch umgesetzt werden können: nicht als Verzicht, sondern als attraktive Alternative. Ein Beispiel dafür, wie sich Zielbilder der Energiezukunft im Alltag bewähren – und wie die Mobilitätswende Schritt für Schritt oder Tritt für Tritt gelingt.

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