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Aktuelles

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11.10.2023

e5-Gala 2023

11 ambitionierte Energie-Gemeinden ausgezeichnet

Bis zum Jahr 2050 will Tirol seinen Energiebedarf selbst decken und gänzlich auf fossile Energieträger verzichten. Eine Aufgabe, bei der den Gemeinden mit ihrem direkten Draht zur Bevölkerung eine ganz besondere Rolle zukommt. Von energieeffizienten Gemeindegebäuden hin zu E-Carsharing-Angeboten für Bürger*innen – die Palette an Handlungsmöglichkeiten, die Gemeinden im Rahmen des e5-Aktionsprogramms umsetzen, ist vielfältig.

Landeshauptmann Anton Mattle würdigt die e5-Gemeinden besonders: „Die Energiewende ist unser Beitrag zum Klimaschutz. Tirol hat die besten Voraussetzungen, um – mit Wasserkraft und Photovoltaik als Rückgrat – den Energiebedarf aus rein erneuerbaren Energieträgern zu decken. Wir sind technologieoffen, der erste Schritt ist aber immer das Energiesparen. Ich freue mich, dass die Gemeinden gemeinsam mit Bund und Land an dieser Energiewende mitarbeiten und gratuliere recht herzlich allen Ausgezeichneten. Die Gemeinden tragen maßgeblich dazu bei, dass die Energiewende von der Theorie in die Praxis übersetzt wird.“

Jucheee! 25 Jahre e5-Gemeinden in Tirol 

Das e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. Seitdem steht den Tiroler Gemeinden für alle Energiefragen ein ausgeklügeltes Programm zur Verfügung, das von der Erhebung des energetischen Istzustands der Gemeinde über die Erarbeitung von energieeffizienzsteigernden Maßnahmen bis hin zu Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und der Unterstützung bei Förderansuchen reicht.

„Die Gemeinden tragen maßgeblich dazu bei, das gesteckte Ziel von TIROL 2050 energieautonom zu erreichen und uns unabhängig von Putin & Co zu machen. Die 50 Tiroler e5-Gemeinden übernehmen hierbei eine Vorreiterrolle. 117 PV-Anlagen auf den Gemeindedächern und viele andere umgesetzte Maßnahmen zeigen das eindrucksvoll “, so LHStv. Josef Geisler. 

Die Geschäftsführung der Energieagentur Tirol, DI Bruno Oberhuber und DI Rupert Ebenbichler, freut sich unisono: „Im Ländle geboren, erkannten auch wir Tiroler schnell das Potenzial hinter e5 und haben uns kurzerhand eingeklinkt. So stehen wir den Tiroler Gemeinden nun seit einem viertel Jahrhundert dabei zur Seite ihre energietechnischen Kräfte zu heben und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Seither ist viel passiert und auch in der nächsten Zukunft, die geprägt sein wird von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen, warten große Herausforderungen auf Tirols Gemeinden. Wir freuen uns schon, diese gemeinsam anzugehen."

e5-Gemeinden setzten auf Elektromobilität

Ob es um den eigenen Fuhrpark, die Ladeinfrastruktur, die Elektrifizierung von Mobilitätslösungen oder um Öffentlichkeitsarbeit geht – die Maßnahmen der Tiroler Gemeinden zur Förderung der Mobilitätswende sind vielseitig und ihre Unterstützung ist essenziell, um die energie- und klimapolitischen Zielsetzungen zu erreichen.

„Die Tiroler e5-Gemeinden beweisen mit viel Engagement, dass die Mobilitätswende in Tirol Fahrt aufnimmt. Sie sind nicht nur bei konkreten Maßnahmen wie dem Ausbau von E-Carsharing, Öffi-Angeboten und aktiven Mobilitätsmöglichkeiten Vorreiter, sondern insbesondere für die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung unerlässliche Partner für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele“, ist Klimaschutz- und Mobilitätslandesrat René Zumtobel überzeugt. 

Erfolgreiche Energie-Gemeinden  

Der bereits 2019 mit 5e‘s und dem European Energy Award in GOLD ausgezeichnete Gemeinde Volders (eeeee) gelang heuer erstmals die erfolgreiche Re-Zertifizierung auf diesem hohen Niveau. Vorzeigeprojekte waren zuletzt vor allem das im „klimaaktiv Silber Standard“ errichtete „Haus der Generationen“ sowie der Gemeinderatsbeschluss mit einem Bekenntnis zu diesem Standard bei allen Neubau- und Sanierungsprojekten. Darüber hinaus punktete Volders mit einer neuerrichteten Fuß- und Radinfrastruktur durch den Schönwerth Park und der Sanierung der Volksschule Volderberg. 

Auch Trins (eeee) konnte das gute Ergebnis des letzten Audits bestätigen und wurde heuer wieder mit 4e‘s ausgezeichnet. Ermöglicht wurde das gute Ergebnis durch das große Engagement der Gemeinde insbesondere in der Kommunikation von Klimaschutz- und Energiethemen. Richtungsweisend war auch der konsequente Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf den Gemeindedächern und die daran anschließende Gründung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft. 

Durch große Projekte wie der Photovoltaikanlage auf der Volksschule, die auch den Kindergarten mit Strom versorgt und dem neu ausgearbeiteten „Energieleitbild 2030“, das mit klaren Zielindikatoren eine Handlungsanleitung für die Klimaschutzaktivitäten der kommenden Jahre darstellt, konnte Angerberg (eeee) das erstmals 2019 erreichte 4e-Niveau erfolgreich halten. Außerdem wurde das nachhaltige Mobilitätsangebot um das gemeindeeigne "Mobi" E-Carsharing erweitert. 

Die Stadtgemeinde Schwaz (eeee) wurde heuer bereits zum achten Mal ausgezeichnet. Wobei dieses Mal ein deutliches Plus verzeichnet wurde. Dies resultiert unter anderem aus der Projektstudie „Lebensraum Schwaz 2040“ zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt und einer sehr gut gepflegten kommunalen Energiebuchhaltung. Die Gemeinde kennt ihre Zählerstruktur sowie ihre Verbräuche im Bereich Strom, Wärme und Wasser. 

Mit einem Plus von 12,5 Prozentpunkten hat sich Sistrans (eee) gegenüber dem letzten Audit im Jahr 2019 deutlich verbessert und erreicht dadurch das erste Mal 3e‘s. Dies lag nicht nur am neuen Dorfzentrum „unterDORF“ oder dem Beschluss, das in Zukunft alle gemeindeeigenen Gebäude Photovoltaikanlagen aufweisen werden. Im Auditprozess zeigte sich vor allem, wie groß Kommunikation und Kooperation hinsichtlich Energie- und Klimathemen in der Gemeinde und über Gemeindegrenzen hinweg geschrieben werden. 

Durch Erfolgsprojekten wie der neu gegründeten Erneuerbaren Energiegemeinschaft sowie dem Pilotprojekt „Fossilfreier Weiler“, bei dem die Energieversorgung der einzelnen Wohngebäude sowie des ganzen Wohngebiets betrachtet wurde, konnte Mieming (eee) im dritten Audit wieder 3e‘s erreichen. Die Gemeinde hat auch in Sachen Mobilität zugelegt. Zahlreiche Maßnahmen wie Tempo 30 im Ortsgebiet oder ein regionales Mobilitätskonzept wurden umgesetzt. 

Die Gemeinde Schwoich (eee) hat bereits beim zweiten Audit die 3e-Stufe souverän gemeistert. Mit der Ausarbeitung eines Energieleitplans wurde die Grundlage für die sukzessive strukturierte Nutzung der erneuerbaren Energiepotenziale gelegt. Die Fertigstellung des neuen Kindergartens, das Regionalgütesiegel „So schmeckt Schwoich“ und die Gründung der erneuerbaren Energiegemeinschaft „Strom für Schwoich“ sind hier besonders hervorzuheben. 

Insbesondere mit dem Baustart von zwei Trinkwasserkraftwerken und der Errichtung einer großflächige Photovoltaikanlage konnte sich Fügen (eee) auf 3e‘s steigern. Weit fortgeschritten ist die Gemeinde auch bei der Wärmeversorgung des Gemeindegebiets durch erneuerbare Energieträger. Hier bildet die Fernwärmeversorgung der Ortswärme Fügen ein solides Fundament. 

Die Osttiroler Gemeinde Innervillgraten (eee) hat heuer das erste Mal 3e‘s erreicht und das beim erst zweiten Anlauf. Ein großes Erfolgsprojekt ist das 2018 eröffnete Wasserkraftwerk Kalkstein-Stallerbach, welches demnächst auch mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet wird. Auch im Bereich Förderungen für die Bevölkerung blickt man mit der Kühlgerätetauschaktion auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück und entwickelt diese nun in Richtung Photovoltaikförderung mit architektonischen Vorgaben weiter. 

Zusammen mit der Einführung des E-Dorftaxis, der Durchführung der innerörtlichen Radverkehrsanalyse, einem eigenen Mobilitätsbeauftragten und der Modernisierung der Buswartehäuschen konnte sich Kramsach (ee) mit einem deutlichen Zuwachs von 8,2 Prozentpunkten ein zweites e sichern. 

Mit den Energiewichtel im Kindergarten, dem Schulweg als Fußweg und der Kampagne „e5-Jugend fährt E-Moped“ wurde besonders auf Bewusstseinsbildung bei den jüngsten Gemeindebürger*innen in Nassereith (ee) gesetzt. Darüber hinaus wird Bürgerbeteiligung am Beispiel der Attraktivierung und Neugestaltung des Dorfplatzes großgeschrieben. 

e5-Gemeinden aktiv für eine lebenswerte Energiezukunft 

Ziel des e5-Aktionsprogramms – Österreichs Bundes- und Landesprogramm für energiebewusste Gemeinden – ist es, Energieprozesse zu modernisieren, Energie effizienter und intelligenter zu nutzen und klimaschonende, erneuerbare Energieträger vermehrt einzusetzen. Auch die Bürger*innen der jeweiligen Gemeinden sollen optimal in die Realisierung der jeweiligen Projekte eingebunden werden. 

e5-Gemeinden ernennen Energiebeauftragte und arbeiten im e5-Team an der strategischen Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele der Gemeinde. Bewertet werden die e5-Gemeinden ähnlich dem "Hauben Prinzip" bei Restaurants: Im Rahmen einer umfassenden externen Evaluierung werden die Gemeinden alle vier Jahre je nach Umsetzungsgrad der gesetzten Maßnahmen bewertet und mit einem bis fünf e‘s ausgezeichnet

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