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Energiekonferenz Tirol 2026

Der Branchentreff für die Energiewende in Westösterreich, findet am 16. November 2026 im Congress Innsbruck statt.

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Kühl bleiben in heißen Zeiten

Um den Klimawandel einzudämmen ist die Reduktion von Emissionen weiterhin das oberste Ziel. Doch auch die Klimawandelanpassung spielt eine zentrale Rolle. Durch intelligente Raumplanung, Grünflächen und hitzebeständige Bauweisen bleiben Außen- und Innenräume auch bei steigenden Temperaturen behaglich.

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Erfahren Sie alles über das Windkraft-Potenzial in Tirol, zu gelungenen Beispielen aus benachbarten Regionen und fundierte Informationen rund um Technik, Wirkung und Besonderheiten alpiner Windkraft.

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Energie Tirol und Wasser Tirol bilden ab sofort die Kompetenz für Wasser und Energie und treten unter dem gemeinsamen Namen Energieagentur Tirol auf.

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Weichen stellen für die Zukunft

Österreichische Bundesbahnen

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) modernisieren ihre Wohngebäude mit smarter Wärmetechnik und Dämmung nach aktuellen Standards. Beim Sanieren des Quartiers Karwendelstraße in Innsbruck wurde zudem bewusst der historische Charme erhalten. Eine Geschichte über einen Sanierungsprototyp mit Vorbildwirkung.

Wohnen ist weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf – es bedeutet Sicherheit, Wohlbefinden, Lebensqualität und im besten Fall auch ein Stück Heimat. Für die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), als eine der größten Immobilieneigentümerinnen Österreichs, spielt genau das eine zentrale Rolle: Mit rund 6.000 Wohnungen im gesamten Land bietet der Konzern seinen Mitarbeitenden nicht nur Wohnraum, sondern auch ein starkes soziales Fundament. Um diesen Anspruch auch für kommende Generationen zu erfüllen, setzt die ÖBB seit Jahren auf umfassende Sanierungen und Modernisierungen ihres Bestands.

„Wir werden in den nächsten Jahren eine große Pensionswelle erleben. Dieser Generationenwechsel macht es unabdingbar, dass wir auch unsere Bestandsgebäude sanieren und modernisieren, um unseren neuen Mitarbeitenden zeitgemäßes Wohnen zu ermöglichen“, erklärt Hermann Reichhold, der Projektleiter für Tirol, Salzburg und Vorarlberg des ÖBB Wohnprogramms.

„Dieser Generationenwechsel macht es unabdingbar, dass wir auch unsere Bestandsgebäude sanieren und modernisieren, um unseren neuen Mitarbeitenden zeitgemäßes Wohnen zu ermöglichen.“

Hermann Reichhold, Projektleiter für Tirol, Salzburg und Vorarlberg des ÖBB Wohnprogramms

Vom einzelnen Gebäude zum Quartier

Gestartet wurde mit einem „Prototypen“, der als Vorbild für das gesamte Quartier in der Karwendelstraße im Innsbrucker Süden dient. Dieses Haus aus dem Jahr 1922 war vor dem Umbau mehr oder weniger im Originalzustand und wurde einer vollumfänglichen Sanierung unterzogen. Der ursprüngliche Gebäudebestand wies keine Zentralheizung auf, teilweise waren noch Einzelöfen oder Nachtstromgeräte im Einsatz.

Das historische Gebäude erhielt eine vollumfängliche Fassadendämmung, neue Fenster mit Dreifachverglasung und Sonnenschutz sowie Keller- und Dachgeschoßdämmung. Im Dachboden wurde eine zentrale Luftwärmepumpe eingebaut, die für das ganze Haus ausgelegt ist und mit der Möglichkeit, jede Wohnung individuell unkompliziert an das Heizsystem anzuschließen. Die neue Wärmepumpe wurde mit speziellen schalldämpfenden Füßen ausgestattet, um für Menschen im Schichtbetrieb keine unnötige Lärmbelästigung zu verursachen. Die Photovoltaik-Anlagen am Dach runden die gelungene Sanierung ab.

Die nicht bewohnten Wohnungen wurden grundsaniert und mit neuen Niedertemperaturradiatoren, neuen Bädern und Küchen ausgestattet. „Das werden wir nun so weitermachen, bis alle Wohnungen im Gebäude auf neuestem Stand sind“, erklärt Reichhold. Weitermachen wird die ÖBB auch bei der strikten Umstellung auf erneuerbare Energieträger. Die bisher noch nicht umgestellten Wohnungen werden nach und nach an das Heizsystem mittels Wärmepumpe angeschlossen.

Plug-and-Play-Wärmepumpe

Die zentrale Luftwärmepumpe im Dachboden ist als modulares System konzipiert. Wohnungen können einzeln und ohne großen Installationsaufwand angeschlossen werden. Dank Plug-and-Play erfolgt der spätere Anschluss einfach und schnell. Das ist daher ideal für schrittweise Sanierungen. Das ist besonders wichtig, wenn in bewohnten Wohnungen erst zu einem späteren Zeitpunkt Umbaumaßnahmen vorgenommen werden können.

„Das werden wir nun so weitermachen, bis alle Wohnungen im Gebäude auf neuestem Stand sind.“

Hermann Reichhold, Projektleiter für Tirol, Salzburg und Vorarlberg des ÖBB Wohnprogramms

Der Charme soll bleiben

Am Anfang des Projektes gab es durchaus Überlegungen, wie die Gebäude nachher aussehen sollen, und von den Verantwortlichen wurde relativ schnell entschieden, dass der Charme der Gebäude erhalten bleiben soll. Zwar waren es nie Luxusimmobilien, aber dennoch, die Häuser sind gut 100 Jahre alt und besitzen viele architektonische Details wie etwa die Fassade mit den Stuckelementen, die nicht verschwinden sollten. „Daher war das in der Umsetzung durchaus hier und da auch aufwändiger. Die Gesimse bei der Fassade müssen zum Beispiel wieder nachgebildet werden, um den Charakter zu erhalten“, erklärt Christian Melichar, der ausführende Architekt in der Karwendelstraße, der nochmal hervorhebt, dass die Bewohner*innen des Gebäudes mit der vollumfassenden thermischen Sanierung nun einen sehr guten Wohnstandard vorfinden.

„Daher war das in der Umsetzung durchaus hier und da auch aufwändiger.
Die Gesimse bei der Fassade müssen zum Beispiel wieder nachbildet werden, um den Charakter zu erhalten.“

Christian Melichar, Architekturbüro Arch. DI Christian Melichar

Soziale Nachhaltigkeit

Die ÖBB verfolgt bei ihren Wohnungen für Mitarbeiter*innen einen fairen und vorausschauenden Ansatz: Die Höhe der Miete ist direkt an das jeweilige Einkommen gekoppelt. Besonders zu Beginn der beruflichen Laufbahn, wenn das Gehalt oft noch geringer ausfällt, wird das Wohnen dadurch spürbar leistbarer. Dieses Prinzip des sozialen Ausgleichs sichert den Zugang zu hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum. Die Wohnungen sind mit meist mindestens drei Zimmern zudem zukunftsorientiert gestaltet, sodass auch bei einer Familienplanung zunächst kein Umzug notwendig wird. Für das Unternehmen ist dieser hohe Wohnstandard somit ein starkes Argument im Wettbewerb um Fachkräfte und ein klares Bekenntnis zur eigenen sozialen Verantwortung als Arbeitgeberin.

Mit dem Projekt in der Karwendelstraße zeigt sich eindrucksvoll, wie thermische Modernisierung von Gebäuden und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können. Für die ÖBB ist das nicht nur ein Beitrag zu nachhaltigem Wohnen, sondern auch ein Signal an bestehende und künftige Mitarbeitende. Denn wer täglich Millionen Menschen bewegt, muss auch selbst in Bewegung bleiben, sich an neue Standards orientieren – und im Optimalfall seinen Mitarbeitenden ein Zuhause zu bieten, das zeitgemäß, fair und zukunftsorientiert ist.

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